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// Arminia-Lexikon

Rund um Arminia und den Profi-Fußball im Allgemeinen tauchen viele Begriffe auf, die nicht jede*m etwas sagen mĂŒssen. Durch die Professionalisierung und Kommerzialisierung des Sports haben sich die Vereine in den letzten 20 Jahren zu kleinen (und großen) Konzernen entwickelt, in denen diverse Gremien existieren. Doch auch in der Fanszene gibt es viele Institutionen, deren Name man mal gehört haben sollte.

Nachfolgend wollen wir Euch daher einige Begriffe kurz erklÀren:

GrĂ¶ĂŸere Vereine unterteilen sich oft in einzelne Abteilungen, in denen jeweils bestimmte Bereiche organisiert sind. Arminia besitzt derzeit zehn Abteilungen, von denen acht“sporttreibend“ sind (d.h. in ihnen können Mitglieder selbst Sport treiben): Nachwuchsfußball, Frauen & MĂ€dchenfußball, Altligafußball, Schiedsrichter, Hockey, Rollstuhlsport, Eiskunstlaufen und Billard. Daneben gibt es zwei nicht sporttreibende Abteilungen, in denen die Fans aktiv eingebunden werden: Arminis und den Arminia Supporters Club.


Als Allesfahrer werden die Fans bezeichnet, die ihren Verein bei (möglichst) allen Spielen unterstĂŒtzen. Dies umfasst meist nicht nur die Heim- oder AuswĂ€rtsspiele im Ligabetrieb und im DFB-Pokal, sondern schließt auch die Test- und Freundschaftsspiele ein. Im Ligabetrieb wird oft von der „34er- Runde“ gesprochen, wenn kein Spiel der Saison ausgelassen werden musste.


„Roar“ bedeutet auf Deutsch „GebrĂŒll, Getöse“. Mit Almroar wird die stimmungsvolle und lautstarke AtmosphĂ€re auf der Alm in den 70er, 80er und frĂŒhen 90er Jahren beschrieben: Damals war das Stadion durch unĂŒberdachte StehplatztribĂŒnen geprĂ€gt und es gab noch keinen VorsĂ€nger in der heutigen Form. FĂŒr Ă€ltere Arminen ist der Almroar ein Symbol fĂŒr „die gute, alte Zeit“.

Der Aufsichtsrat (AR) ist ein Gremium in der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co.KGaA. In diese Kapitalgesellschaft wurde Arminias Lizenzspielerbereich ausgelagert. Seine Aufgabe ist es, die GeschĂ€ftsfĂŒhrung zu ĂŒberwachen und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Bestimmte Entscheidungen der GeschĂ€ftsfĂŒhrung mĂŒssen vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Arminias Aufsichtsrat besteht derzeit aus neun Personen, den drei PrĂ€sidiumsmitgliedern sowie den sechs Mitgliedern des Wirtschaftsrates.

Der Behindertenfanbeauftragte wird seit einigen Jahren bei den Proficlubs der 1.-3. Bundesliga eingesetzt und auch von der DFL gefordert. Vielerorts ist dieser als Angestellter des Vereines, aber zum Teil auch ehrenamtlich tĂ€tig. Er setzt sich besonders fĂŒr die Belange von Menschen mit Handicap im Stadion ein: Sei es die Schaffung von barrierefreien ZugĂ€ngen, von RollstuhlplĂ€tzen oder von BlindenplĂ€tzen mit Livekommentierung. Er ist Ansprechpartner fĂŒr diese Personengruppe und auch fĂŒr den Verein, wenn es um BehindertenplĂ€tze geht. Somit ist der Behindertenfanbeauftragte eine ErgĂ€nzung zum Fanbeauftragten des Vereines. In Bielefeld wird die gesamte Behindertenbetreuung ehrenamtlich organisiert.

Die Beitragsordnung (BO) ist eine der drei Ordnungen des Vereins DSC Arminia Bielefeld. Sie fasst die innerhalb der Satzung verankerten Regelungen zusammen und fĂŒhrt sie ergĂ€nzend aus. In der Beitragsordnung sind die Höhe der MitgliedsbeitrĂ€ge, deren Festlegung und die Zahlung aufgefĂŒhrt. Änderungen der Beitragsordnung bedĂŒrfen einer 50%igen Mehrheit der Mitgliederversammlung, AbteilungsbeitrĂ€ge dĂŒrfen nach festgelegten Kriterien auch von den Abteilungsversammlungen geĂ€ndert werden. Alle Ordnungen des DSC Arminia Bielefeld e.V. sind der Satzung untergeordnet.


Bengalisches Feuer wird meist in Form von Fackeln angewendet. In diesen wird u.a. Magnesium verbrannt, wodurch helles Licht und Rauch bei einer Temperatur von bis zu 2000° entsteht. Das Löschen der Fackeln ist nur durch Ersticken der Flamme möglich, Verbrennungen können bereits ohne das direkte BerĂŒhren der Flamme entstehen. Nach dem Sprengstoffrecht in Deutschland ist das Abbrennen von zugelassenen und mit BAM-Nummer gekennzeichneten bengalischen Feuern durch Personen mit der entsprechenden Berechtigung zulĂ€ssig. Im Stadion fĂŒhrt das unberechtigte Abbrennen zu Stadionverboten und zu Strafen fĂŒr die beteiligten Vereine. Zudem ist der Import von Pyrotechnik ohne BAM- Nummer seit 2005 eine Straftat und wird zusĂ€tzlich strafrechtlich verfolgt.

FĂŒr alle auswĂ€rtigen Arminen gibt es mit dem Bundesweiten Netzwerk an insgesamt 5 Standorten ĂŒber ganz Deutschland verteilte Ansprechpartner direkt in ihrer NĂ€he. Diese Ansprechpartner heißen Botschafter. Sie stehen fĂŒr Fragen zu Region und AktivitĂ€ten vor Ort zur VerfĂŒgung, helfen Kontakt zu Arminen in der NĂ€he zu finden oder beim Organisieren von Fahrgemeinschaften und Treffen. Sie stehen im regelmĂ€ĂŸigen Austausch untereinander sowie mit ASC und DSC und können bei Problemen entsprechend weitervermitteln.

B.A.F.F. (BĂŒndnis aktiver Fußballfans) ist eine deutsche, vereinsĂŒbergreifend aktive Fanorganisation. Sie besteht seit 1993 und legt seine Schwerpunkte unter anderem im Engagement gegen Diskriminierung, Kommerzialisierung und zunehmende staatliche Repressionen (Polizeigewalt etc.) im Fußball.

Die Datei „GewalttĂ€ter Sport“ ist eine Verbunddatei deutscher Polizeibehörden, in der Informationen ĂŒber Personen gesammelt werden, die im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen strafrechtlich bereits aufgefallen sind oder (nach EinschĂ€tzung der Polizei) zukĂŒnftig eventuell auffallen könnten. Sie wird vom Bundeskriminalamt gefĂŒhrt und durch die „Zentrale Informationsstelle SporteinsĂ€tze“ (ZIS) verwaltet. AuskĂŒnfte aus der Datei können alle Polizeibehörden erhalten. Die Datei soll gewĂ€hrleisten, dass alle bekannten Informationen ĂŒber sportbezogene GewalttĂ€ter bundesweit jederzeit verfĂŒgbar sind, damit die Polizei die öffentliche Sicherheit garantieren kann.

Auch wenn Arminia nach Außen nur als ein Verein wahrgenommen wird, handelt es sich rechtlich mittlerweile um eine kleine „Unternehmensgruppe“: Der DSC Arminia Bielefeld e.V. ist hierbei der Mutterverein und Kopf der Unternehmensgruppe: Der Bereich des Profi-Fußballs wurde 2002 in ein neu gegrĂŒndetes Tochterunternehmen, die DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA, ausgegliedert, befindet sich aber weiterhin zu mehr als 50% im Besitz des Muttervereins und wird von diesem ĂŒber den Aufsichtsrat kontrolliert. Die weiteren Anteile werden derzeit von den in dem „BĂŒndnis Ostwestfalen“ organisierten Unternehmen gehalten. Die anderen sporttreibenden und fördernden Abteilungen sind weiterhin im Mutterverein organisiert. Die anderen sporttreibenden und fördernden Abteilungen sind weiterhin im Mutterverein organisiert. Die wichtigsten Gremien des Muttervereins sind das PrĂ€sidium, der Wirtschaftsrat und der Ehrenrat.

Auch wenn Arminia nach Außen nur als ein Verein wahrgenommen wird, handelt es sich rechtlich mittlerweile um eine kleine „Unternehmensgruppe“: Der DSC Arminia Bielefeld e.V. ist hierbei der Mutterverein und Kopf der Unternehmensgruppe: Der Bereich des Profi-Fußballs wurde 2002 in ein neu gegrĂŒndetes Tochterunternehmen, die DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA, ausgegliedert, befindet sich aber weiterhin zu mehr als 50% im Besitz des Muttervereins und wird von diesem ĂŒber den Aufsichtsrat kontrolliert. Die weiteren Anteile werden derzeit von den in dem „BĂŒndnis Ostwestfalen“ organisierten Unternehmen gehalten. Die anderen sporttreibenden und fördernden Abteilungen sind weiterhin im Mutterverein organisiert. Die wichtigsten Gremien des Tochterunternehmens sind die beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer (zustĂ€ndig fĂŒr Finanzen bzw. Sport) und der Aufsichtsrat.

Ein Verein ist ein Zusammenschluss von Personen, durch den ein gemeinsames Ziel verfolgt werden soll. e.V. steht fĂŒr „eingetragener Verein“ und bedeutet, dass der Verein zusĂ€tzlich in das Vereinsregister des jeweils zustĂ€ndigen Amtsgerichts eingetragen ist. Er ist damit vollrechtsfĂ€hig, kann also vor Gericht klagen und verklagt werden und TrĂ€ger von eigenen Rechten und Pflichten sein.

Die Ehrenordnung (EO) ist eine der drei Ordnungen des Vereins DSC Arminia Bielefeld. In ihr wird der Rahmen festgelegt, nach dem Mitglieder und Personen vom Verein zu ehren sind, die sich um den Club besonders verdient gemacht haben. Im DSC Arminia Bielefeld werden neben EhrenprĂ€sidentschaften (nur an langjĂ€hrige ehemalige PrĂ€sidenten) und Ehrenmitgliedschaften (z.B. fĂŒr 60-jĂ€hrige Mitgliedschaft im Verein) auch Meisterschaftsnadeln, Ehrennadeln und Verdienstnadeln verliehen. Dem Ehrenrat obliegen sowohl die Vorbereitung der Ehrungen als auch mögliche Änderungen der Ehrenordnung.

Der Ehrenrat ist ein Gremium des DSC Arminia Bielefeld e.V., dessen satzungsmĂ€ĂŸigen Aufgaben im TagesgeschĂ€ft unter anderem die Schlichtung von Streitigkeiten innerhalb des Vereins, die protokollarische DurchfĂŒhrung der vereinsinternen Wahlen sowie die Entscheidung ĂŒber Ehrungen sind. Stellt der Ehrenrat fest, dass das PrĂ€sidium seit mindestens acht Wochen beschlussunfĂ€hig ist, veranlasst er eine Neuwahl des PrĂ€sidiums und ĂŒbernimmt bis dahin dessen Aufgaben. In den Ehrenrat kann nur gewĂ€hlt werden, wer mindestens zehn Jahre Vereinsmitglied und zwischen 35 und 73 Jahren alt ist, seine Amtszeit betrĂ€gt drei Jahre.

Die European Professional Football Leagues (EPFL) ist ein Zusammenschluss von Profi-Ligen aus 36 europĂ€ischen Nationen und fungiert als Interessenvertretung des Profi-Fußballs gegenĂŒber nationalen und internationalen FußballverbĂ€nden sowie der Politik. Neben den finanziell-eigennĂŒtzigen Zielen thematisiert die EPFL dabei auch die soziale Verantwortung der Profi-Vereine. Die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) ist Mitglied in der EPFL.

Die in Bielefeld im Bereich der Fanbetreuung tĂ€tigen Institutionen arbeiten seit 2008 unter dem Namen „Fan-ArbeitsGemeinschaft“ zusammen. Dazu gehören die DSC-Fanbetreuung (Fanbeauftragter, Behindertenbeauftragter, GĂ€stefanbetreuer), der Arminia Supporters Club, das Schwarz-Weiß-Blaue Dach und das Fan-Projekt. In diesem Gremium werden fanrelevante Themen und Probleme bearbeitet, Ressourcen gebĂŒndelt und Initiativen gestartet. Aufgrund der NĂ€he zu den jeweiligen Zielgruppen der Mitgliedsorganisationen sieht sich die Fan-AG zudem als Vermittler und Interessensvertreter.

Der Fanbeauftragte hat die grundsĂ€tzliche Aufgabe, zwischen den wirtschaftlich geprĂ€gten Interessen des jeweiligen Vereins und denen der Fans zu vermitteln: Anliegen der Fans sollen in die VereinsfĂŒhrung transportiert werden, umgekehrt soll er Entscheidungen der VereinsfĂŒhrung den AnhĂ€ngern erlĂ€utern. Der Fanbeauftragte soll außerdem auf ein gewaltfreies Verhalten der Fans hinwirken. Die meisten Fanbeauftragten sind inzwischen hauptamtlich, also als Angestellte des Vereins, tĂ€tig und somit weisungsgebunden.

Als Fankundige Beamte (FKB) werden Polizisten bezeichnet, die von der Bundespolizei speziell fĂŒr den Einsatz im Fußballumfeld ausgebildet wurden (die entsprechenden Beamten der Landespolizeien werden als Szenekundige Beamte (SKB) bezeichnet). Die Bundespolizei ist generell fĂŒr die öffentliche Sicherheit in ZĂŒgen und Bahnhöfen zustĂ€ndig. Die FKB betreuen somit auch die SonderzĂŒge der Bahn, mit denen Fußballfans zu AuswĂ€rtsspielen anreisen.

Das Fanmobil des ASC, ein schwarzer Mercedes-Bus, dient bei AuswĂ€rtspielen als mobile Anlaufstelle und als Treffpunkt fĂŒr Arminenfans im Gaststadion. ZusĂ€tzlich wird auch ein kleines Sortiment von Fanartikeln am Wagen verkauft. Das Fanmobil des ASC war das erste seiner Art in der Bundesliga, die Idee wurde mittlerweile aber von vielen anderen Clubs ĂŒbernommen. Bei den inzwischen unzĂ€hligen Fahrten war nur eine einzige Panne in den Statistiken zu verzeichnen (Kabelbrand in Wolfsburg, Spielzeit 2007/2008).

Das Fanprojekt Bielefeld e.V. ist eine vom Verein unabhĂ€ngige Institution und leistet sozialpĂ€dagogische Fanarbeit. Zentrales Ziel ist die Förderung einer positiven, also vor allem gewaltfreien Bielefelder Fankultur. Das Angebot des Fanprojekts umfasst u.a. die DurchfĂŒhrung von AuswĂ€rtsfahrten fĂŒr Arminen bis 16 Jahren, die Herausgabe der „Fan-Post“, die Organisation von Fußballturnieren und die Beratung bei Konflikten mit Polizei oder Verein. Das Fanprojekt-Team teilt sich mit dem Dachverband ein Ladenlokal in der Ellerstraße 39 („Block 39“) und einen Raum unter Block 4 im Stadion („Fantreff).

Der Fanrechtefonds dient dem Zweck, die Rechte von Zuschauern bei Fußballspielen juristisch gegenĂŒber den Veranstaltern, deren OrdnungskrĂ€ften sowie gegenĂŒber der öffentlichen Gewalt zu wahren, durchzusetzen und zu stĂ€rken. Das gespendete Geld wird eingesetzt, um Grundsatzurteile im Sinne der Fußballfans zu erwirken. Verwaltet wird der Fonds von erfahrenen RechtsanwĂ€lten, die grĂ¶ĂŸtenteils selbst aktive Fans sind.

Die FĂ©dĂ©ration Internationale de Football Association (FIFA) ist der Fußballweltverband mit derzeit 208 nationalen MitgliedsverbĂ€nden, darunter auch der DFB. Sie ist fĂŒr die Organisation der Fußballweltmeisterschaften sowie des Olympischen Fußballturniers zustĂ€ndig. Ausserdem legt die FIFA die grundlegenden Fußballregeln fest, die von den nationalen VerbĂ€nden allerdings fĂŒr die eigenen Wettbewerbe noch ergĂ€nzt werden können.

Das Financial FairPlay (FFP) bezeichnet einen Bestandteil der UEFA-Lizenzierung fĂŒr Europa-Cup und Champions League. Kern der Auflagen ist es, die (weitere) Verschuldung der Vereine einzudĂ€mmen sowie die Ausgaben den realen Einnahmen anzupassen. In kontinuierlichen Schritten wird das erlaubte Defizit pro Saison herabgesetzt, wobei auch die Gesamtentwicklung der vorangegangenen drei Spielzeiten betrachtet wird. ErfĂŒllen Vereine die finanziellen Kriterien nicht, können sie trotz sportlicher Qualifikation und Nachweis aller infrastrukturellen sowie rechtlichen Voraussetzungen sanktioniert werden, bis hin zum Ausschluss aus dem europĂ€ischen Wettbewerb.

Football Supporters Europe (FSE) ist eine europaweite Fanvertretung von und fĂŒr Fußballfans, in denen neben einzelnen Personen auch lokal und national tĂ€tige Fan-ZusammenschlĂŒsse organisiert sind. GegenwĂ€rtig sind Mitglieder aus 35 LĂ€ndern aktiv. Die Mitgliedschaft in FSE ist kostenlos und steht allen Interessierten offen. Aus dem Bielefelder Fanumfeld sind mehrere Fanclubs und auch der ASC vertreten.

KGaA steht fĂŒr Kommanditgesellschaft auf Aktien. Es handelt sich um eine eher seltene Rechtsform von Unternehmen, in der Merkmale einer Kommanditgesellschaft (KG) und Aktiengesellschaft (AG) verbunden wurden. Wird die Rolle des KomplementĂ€rs, also des persönlich haftenden Gesellschafters, durch eine GmbH ausgefĂŒllt, ergibt sich eine GmbH & Co. KGaA. Viele deutsche Profi-Fußball-Vereine, darunter auch Arminia, haben ihre Lizenzspielerabteilungen in eine solche GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Im Vergleich zu anderen Rechtsformen von Unternehmen gilt sie als ĂŒbernahmeresistent und garantiert den Muttervereinen einen hohen Einfluss.

Die Jugendordnung (JO) ist eine der drei Ordnungen des Vereins DSC Arminia Bielefeld. Sie regelt abteilungsĂŒbergreifend die relevanten Belange fĂŒr sporttreibende Kinder und Jugendliche, die Mitglieder des DSC Arminia Bielefeld e.V. sind. Sie legt fĂŒr die Organe Vereinsjugendtag, Vereinsjugendausschuss, Abteilungsjugendtage und FachjugendausschĂŒsse Rechte und Pflichten fest, beschreibt deren Aufgaben und Zustandekommen. Änderungen der Jugendordnung obliegen dem Vereinsjugendtag.

Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpĂ€dagogisch arbeitenden Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Derzeit werden an mehr als 40 Standorten in Deutschland die örtlichen Fanszenen betreut. Neben der Beratung und Begleitung der Fanprojekte in Deutschland steht die KOS den Fußball-Institutionen, der Politik, der Polizei und den Medien in Sachen professioneller pĂ€dagogischer Fanarbeit als beratende und informierende Instanz zur VerfĂŒgung.

Tritt eine Person einem Verein bei, erwirbt sie dadurch die Mitgliedschaft in diesem. Als Mitglied eines Vereins hat man gewisse Rechte (z.B. das Wahlrecht) und Pflichten (z.B. Zahlung des Mitgliedsbeitrags), die sich aus der Satzung des Vereins ergeben. Rund um Arminia hat sich in den letzten Jahren die Tendenz verstÀrkt, als Fan auch Mitglied im Verein zu werden.

Als Pavillon wird der Infostand des ASC unter Block 3 bzw. Block J bezeichnet. Zwar wurde schon 2006 das ursprĂŒnglich genutzte Zelt durch ein dauerhaftes HĂ€uschen ersetzt, der Name blieb aber erhalten. Am Pavillon könnt Ihr euch bei unseren ehrenamtlichen Helfern an Spieltagen ĂŒber ASC-Veranstaltungen informieren, Infomaterial zu fanbezogenen Themen erhalten oder unsere Fanartikel erwerben.

Das PrĂ€sidium von Arminia ĂŒbernimmt laut Satzung die Funktion des Vorstandes im Sinne des BĂŒrgerlichen Gesetzbuches. Es ist damit das Gremium im Mutterverein, dass Arminia gegenĂŒber Dritten rechtlich vertritt, also z.B. VertrĂ€ge im Namen des Muttervereins abschließen kann. FĂŒr die RechtsgeschĂ€fte der Tochtergesellschaften des Vereins gilt dies allerdings nicht, diese werden durch die GeschĂ€ftsfĂŒhrer rechtlich vertreten.

ProFans ist eine deutsche, vereinsĂŒbergreifend aktive, tendenziell ultraorientierte Fanorganisation, die sich fĂŒr den Erhalt der lebendigen Fankultur sowie gegen eine maßlose Kommerzialisierung des Fußballs und zunehmende staatliche UnterdrĂŒckung von Fußballfans einsetzt. Sie ging aus der Aktion „Pro15:30“ hervor und bietet sowohl jedem einzelnen Fan als auch Fanclubs oder Fangruppen die Möglichkeit, ĂŒberregional aktiv zu werden.

Das Schwarz-Weiß-Blaue Dach ist der Dachverband der Fanclubs des DSC Arminia Bielefeld. Er versteht sich selbst als Interessenvertretung der Fans gegenĂŒber dem Verein und ist entsprechend in der Fan-AG von Arminia vertreten. DarĂŒber hinaus organisiert der Dachverband zusammen mit der Fanbetreuung des Vereins Bus- und Bahnfahrten zu den AuswĂ€rtsspielen. Die GeschĂ€ftsstelle des Schwarz-Weiß-Blauen Dachs befindet sich in der Ellerstraße 39, an Heimspieltagen ist der Stand unter Block 4 geöffnet. Beide Anlaufstellen teilt sich der Dachverband mit dem Fanprojekt Bielefeld, mit dem auch regelmĂ€ĂŸig gemeinsame Veranstaltungen organisiert werden, beispielsweise die Fanclubmeisterschaften.

Stadionverbote sind ein Unterfall des Hausverbots: Der Inhaber des Hausrechts des Stadions verbietet einer bestimmten Person, dieses zukĂŒnftig zu betreten. Um eine einheitliche Handhabung in allen Vereinen des Profifußballs zu garantieren, wurde vom DFB eine Stadionverbotsrichtlinie erlassen. In der Richtlinie ist geregelt, wer wem wann fĂŒr welche Handlung und fĂŒr wie lange ein Stadionverbot verhĂ€ngen soll und darf.

Supporters Direct (SD) ist eine britische Fanorganisation, die sich wesentlich um den Erhalt bzw. das Erreichen von Mitbestimmungsmöglichkeiten fĂŒr Fans in ihren Vereinen einsetzt. In den vergangenen Jahren hat sich die Arbeit zunehmend auf weitere europĂ€ische LĂ€nder ausgedehnt, woraus der europĂ€ische Zweig „Supporters Direct Europe (SDE)“ entstanden ist. Dieser war auch federfĂŒhrend aktiv im Projekt „Improving Football Governance through Supporter Involvement and Community Ownership“, das von der EuropĂ€ischen Kommission finanziell gefördert wurde und in dem Unsere Kurve als deutscher Partner mitgearbeitet hat.

Als Szenekundige Beamte (SKB) werden Polizisten bezeichnet, die von den Landespolizeien speziell fĂŒr den Einsatz im Fußballumfeld ausgebildet wurden (die entsprechenden Beamten der Bundespolizei werden als Fankundige Beamte (FKB) bezeichnet). Die SKB kennen sich in der örtlichen Fußballszene aus und sollen den anderen Polizisten durch dieses Insiderwissen bei einer Bewertung der Lage an Spieltagen helfen.

Die Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ (UK) ist ein vereinsĂŒbergreifender Zusammenschluss der organisierten Fußballfans in Deutschland. UK sucht einen konstruktiven Dialog mit Vereinen, DFL, DFB, UEFA und politischen EntscheidungstrĂ€gern rund um das Thema Fußball, um die Interessen, Vorstellungen und Ziele des aktiven Fußballfans in den Mittelpunkt zu rĂŒcken. Auch der ASC ist aktives Mitglied bei „Unsere Kurve“ und vertritt dort ĂŒberregionale Interessen seiner Mitglieder.


Der Verwaltungsrat war bis zum September 2011 ein Gremium des DSC Arminia Bielefeld e.V., also des Muttervereins in der „Arminia-Gruppe“, aus dem in der Folge der Wirtschaftsrat hervorgegangen ist. Seine Aufgabe war außer der Kontrolle des VereinsprĂ€sidiums zwischenzeitlich auch, die Mitglieder des PrĂ€sidiums zu bestimmen. Ab einer gewissen GrĂ¶ĂŸenordnung bzw. Relevanz bedĂŒrfen Entscheidungen des PrĂ€sidiums der Zustimmung des Verwaltungsrates. Arminias Verwaltungsrat bestand aus fĂŒnf Personen (Wirtschaftsrat: sechs), von denen drei zudem in den Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA entsandt wurden. Ein Recht auf Beisitz bei den Aufsichtsratssitzungen gab es fĂŒr die nicht berufenen Mitglieder des Verwaltungsrates nicht (anders im heutigen Wirtschaftsrat, aus dem alle Mitglieder an den Aufsichtsratssitzungen teilnehmen können).

Der Wirtschaftsrat ist ein Gremium des DSC Arminia Bielefeld e.V., also des Muttervereins in der „Arminia-Gruppe“, das aus dem frĂŒheren „Verwaltungsrat“ hervorgegangen ist. Seine zentrale Aufgabe ist es, das VereinsprĂ€sidiums zu kontrollieren sowie zu beraten. Ab einer gewissen GrĂ¶ĂŸenordnung bzw. Relevanz bedĂŒrfen Entscheidungen des PrĂ€sidiums der Zustimmung des Wirtschaftsrates. Arminias Wirtschaftsrat besteht derzeit aus sechs Vereinsmitgliedern, von denen drei auf Vorschlag der Mitglieder und drei auf Vorschlag des PrĂ€sidiums in der Mitgliederversammlung gewĂ€hlt werden. Alle WirtschaftsrĂ€te sind in die Arbeit des Aufsichtsrats der Tochtergesellschaften involviert, mindestens fĂŒnf von ihnen mĂŒssen regulĂ€re Mitglieder des Aufsichtsrates sein. Die Amtszeit des Wirtschaftsrats betrĂ€gt vier Jahre.

Die ZIS ist die Zentrale Informationsstelle fĂŒr SporteinsĂ€tze. Ihre Hauptaufgabe ist die Sammlung, Auswertung und Weitergabe von sportbezogenen Informationen fĂŒr alle bundesweiten Polizeibehörden. Die ZIS fĂŒhrt unter anderem die „Datei GewalttĂ€ter Sport“ und erstellt den „Jahresbericht Fußball“, in dem statistische Daten zur fußballbezogenen KriminalitĂ€t und entsprechender polizeilicher AktivitĂ€ten gesammelt werden. Sie koordiniert außerdem die Arbeit der „Szenekundigen Beamten“ (SKB) im In- und Ausland.