Es wird Ernst – Arminia verliert in Aachen

Auch RĂŒckkehrer und Jahrhundert-Trainer Ernst Middendorp hat die Talfahrt des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld nicht stoppen können. Der DSC verlor bei Alemannia Aachen mit 0:2 (0:0) und taumelt als schwĂ€chstes Team der RĂŒckrunde weiter dem Abstieg entgegen.

Arminia bestimmte zunĂ€chst fast ĂŒber eine Stunde das Spielgeschehen und zeigte endlich wieder Kampf und Einsatzwillen, ehe vor 20 800 Zuschauern auf dem Tivoli Nationalspieler Jan Schlaudraff (71. Minute) und der RumĂ€ne Laurentiu Reghecampf (76.) per Foulelfmeter die Tore zum Sieg der Alemannia.schossen.

«Es hat mit Selbstvertrauen zu tun, was momentan nicht da ist. Die Chance auf den Klassenerhalt ist trotzdem noch da», sagte Middendorp, der seine dritte Amtszeit in Bielefeld angetreten hatte. Sein Aachener Kollege Michael Frontzeck warnte nach dem dritten Sieg in Serie vor vorschnellen Gratulationen zum Klassenverbleib: «Wir sind auf einem sehr guten Weg, aber auch nicht mehr.»

Middendorp setzte im Tor wieder auf KapitĂ€n Mathias Hain, der in der Vorwoche in Mainz ausgefallen war. Den etatmĂ€ĂŸigen Innenverteidiger Heiko Westermann zog er ins Mittelfeld vor. Marcio Borges ĂŒbernahm Westermanns Part in der Viererkette. Die Blauen agierten im Offensivspiel umstĂ€ndlich und blieben hauptsĂ€chlich durch Konter und Standardsituationen gefĂ€hrlich. So ergaben sich auch die beiden einzigen Chancen Bielefelds durch einen Kopfball von Westermann (8.) und einen Freistoß von Jörg Böhme (35.). «Wir haben unsere Möglichkeiten nicht gemacht, dann verliert man», analysierte Chefcoach Middendorp.

Da auch die Alemannia nach dem Ausfall von insgesamt sechs Spielern einige Abstimmungsschwierigkeiten offenbarte, entwickelte sich eine Partie auf mĂ€ĂŸigem Niveau. GlĂŒck hatte Arminia in der ersten HĂ€lfte gleich dreimal. ZunĂ€chst rettete Markus Bollmann nach einem Kopfball von Vedad Ibisevic kurz vor der Linie fĂŒr seinen geschlagenen TorhĂŒter Mathias Hain.

Dann versagte Schiedsrichter Herbert Fandel einen Treffer von Reghecampf wegen Handspiels die Anerkennung (27.). Zwei Minuten spĂ€ter standen sich die Gastgeber selbst im Weg: ZunĂ€chst vertĂ€ndelte Sascha Rösler, nachdem er Hain bereits ausgespielt hatte, dann nahm Ibisevic dem einschussbereiten Sergio Pinto den Ball vom Fuß.

Nach dem Wechsel spielte die Alemannia zielstrebiger und schneller auf das Arminen-GehĂ€use und kam so zu weiteren Chancen, die Sascha Rösler (49.) und Schlaudraff (62.) vergaben. Wenig spĂ€ter machte es der Nationalspieler besser und nutzte mit seinem achten Saisontreffer eine Unstimmigkeit in der DSC-Abwehr zur FĂŒhrung. Der 23-jĂ€hrige StĂŒrmer war es auch, der kurz darauf von Borges im Strafraum gefoult wurde. Reghecampf verwandelte den fĂ€lligen Strafstoß und sorgte so fĂŒr den dritten Sieg des Aufsteigers in Serie.

Arminia muss nun im nĂ€chsten Heimspiel unbedingt gewinnen, wenn man noch die Chance auf die Bundesliga wahren will. Die Fans werden sicherlich Ihren Beitrag dazu leisten….

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