Eingenordet – H aben S piel V erloren

Ich habe Doppelpass gesehen und mich sehr amĂŒsiert. Der Bericht ĂŒber Power Ernst wurde zum Teil mit Ausschnitten des Films Ratatouille unterlegt, abgesehen davon, dass er als unbarmherziger Schleifer dargestellt wurde. Ernst als herrschsĂŒchtige Ratte, sehr lustige Vorstellung, wenn man davon ausgeht, wie schwer Ratten zu bekĂ€mpfen sind und das sie sich im Laufe der Evolution immer wieder perfekt an ihre Umwelt angepasst haben. Sie verbreiten Krankheiten, viele Menschen finden sie hĂ€sslich und fĂŒrchten sie. Außerdem verlassen Ratten als erstes das sinkende Schiff.

Doch diesen Eindruck wischte Ernst mal eben so vom Tisch. Er strotzte nur so vor Selbstbewusstsein und stellte sich bedingungslos hinter das Team und in den Dienst von Arminia, auch wenn er meint, er sei zum Dienen nicht geschaffen. NatĂŒrlich wĂŒrde ich seine Worte so auslegen, dass er kein Ja- Sager ist, der sich allem beugt. Einer muss das Sagen haben und das ist fĂŒr die Mannschaft der Trainer.
 
Mit einigen SÀtzen kam er mir vor, wie ein Pokerspieler. Z.B. seine Aussage, dass einige NeuzugÀnge noch Zeit brauchen, bis er meint, dass sie bereit sind zu spielen. Doch sie werden ihre EinsÀtze bekommen und er ist sich sicher, dass sie noch in dieser Bundesligasaison Erfolge erzielen werden, wenn er sie prÀsentiert.
Er wirkte ĂŒberlegt, ruhig, gelassen und kompetent.
 
Nach diesem Interview keimt in mir die Hoffnung auf, dass Ernst doch die FlexibilitÀt und mit der Fachkenntnis die er besitzt, den Einfluss auf unsere Blauen haben wird, den sie dringend brauchen.
Das es schwer wĂŒrde gegen den HSV zu gewinnen, war im Vorfeld sicher allen klar. Es hat dann auch nicht geklappt. Dennoch konnte man gestern schon eine deutliche VerĂ€nderung sehen. Mit viel Fleiß, Leidenschaft und Ernst- haftigkeit, werden sie es sicher schaffen, die Kurve zu kriegen.

Nach dem anfĂ€nglichen Erfolg, kann man es fĂŒr durchaus legitim halten, etwas mehr als den 15. Platz ins Auge zu fassen.. Vielleicht hat dieser Gedanke die Mannschaft fĂŒrs Erste gelĂ€hmt, der aber auch niemand gesagt hat, dass besser als Platz 15 nicht gleichbedeutend mit Meisterschaft ist.

Dahingehend ist dies ein Fernziel, welches jedoch erreichbar sein könnte, wenn die tÀgliche Arbeit immer erst auf das Nahziel, sprich den nÀchsten Gegner abgestimmt wird. Motivierend kann das Fernziel dennoch sein, zeigt es doch, dass der Trainer das Potential des Teams positiv bewertet und Vertrauen einsetzt.
Kommt das jetzt noch in den Köpfen der Mannschaft an, sind das beste Voraussetzungen.
Sie haben gestern gekÀmpft und wirkten wieder geschlossener. Auch die Fans haben, trotz des Unmuts von letzter Woche, hinter der Mannschaft gestanden.
Die nĂ€chsten vierzehn Tage heißt es, zu verinnerlichen, was wichtig ist und sich darauf vorzubereiten wie man es schaffen kann und will, die Latte, die der KSC sehr hoch gelegt hat, zu „ĂŒberspringen“.

Ernst hat den Oktober mit VerÀnderungen eingelÀutet. Folgen wir ihm in der Hoffnung, dass dieses LÀuten kein Ruf zur Beerdigung sondern zur Wiederauferstehung gewesen ist.
 
Bis dahin verabschiede ich mich nach Irland
Solltet Ihr beim Spiel Irland : Deutschland etwas ĂŒber eine Handvoll Blaue im deutschen Fanblock entdecken, eine davon bin ich.
 
Bis dann
Eure
Moni

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