Gut 30 Fans und Mitglieder des DSC Arminia Bielefeld nutzten am gestrigen Mittwoch die Gelegenheit, detailreiche Hintergrundinformationen zu erfahren und ihr eigenes Wissen rund um die Neufassung der Stadionverbotsrichtlinien zu erweitern.

Gut 30 Fans und Mitglieder des DSC Arminia Bielefeld nutzten am gestrigen Mittwoch die Gelegenheit, detailreiche Hintergrundinformationen zu erfahren und ihr eigenes Wissen rund um die Neufassung der Stadionverbotsrichtlinien zu erweitern.


Der Arminia Supporters Club und die Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ erläuterten gemeinsam mit Markus Bliemetsrieder (Jurist, Unsere Kurve, mitverantwortlich für die Erarbeitung der neuen Richtlinien), Thoren Düsenberg (Szenekundiger Beamter Polizei Bielefeld), Jörg Hansmeier (Fanprojekt Bielefeld), Bianca Hupe (Bundespolizei) sowie Christian Venghaus (Fanbeauftragter Arminia Bielefeld) anschaulich die „trockene Theorie“ sowie die praktische Umsetzung speziell in Bielefeld. Dabei wurde sehr deutlich, daß die intensive und gute Zusammenarbeit der hier involvierten Personen und Institutionen einen wesentlichen Anteil an der geringen Zahl notwendig werdender Stadionverbotsaussprachen im Umfeld der Arminia tragen und dies wirklich erst als letzte mögliche Prävention in Erwägung gezogen wird. Denn auch dies wurde klar: Wenn Stadionverbote als Strafe eingesetzt werden, wird das eigentliche Ziel dieser und des Sicherheitskonzepts des DFB verfehlt und zusätzliche Aggression geschürt.

Zahlreiche Fragen konnten darüber hinaus direkt an die Anwesenden gestellt werden, sodaß neben der reinen Stadionverbotssituation auch Themen wie beispielsweise Probleme rund um die „Datei Gewalttäter Sport“ kontrovers diskutiert wurden. Ebenso kam hier deutlich hervor, wie schwer es selbst bei im Bundesvergleich vorbildlicher Umsetzung der neuen Richtlinien – und dies schon lange bevor sie in Karft traten – ist, in allen Bereichen gefühlte Einzelfallgerechtigkeit und damit noch größere Akzeptanz zu erreichen. Dies kann nur gelingen, wenn die guten Bedingungen immer weiter verbessert werden und sich alle Seiten im konstruktiven Dialog auf Augenhöhe darum bemühen.