Legendenschnack im MAFA am 21.10.2026

Es war der 21.10.2026, als sich mehr als 20 Arminen im MAFA trafen, um einen gemeinsamen Abend beim Legendenschnack zu verbringen. Wie gewohnt führten Jörg und Jörg durch die Veranstaltung und begrüßten zwei spannende Gäste: Jörg „Jockel“ Bode und Andreas „Gollo“ Golombek. Zur Freude der Fans kam Letzterer ein weiteres Mal zu Besuch, nachdem er bereits bei seinem ersten Besuch mit zahlreichen Lachern und bester Stimmung überzeugt hatte – quasi Gollo 2.0.

Wie üblich begann der Abend mit einer Vorstellung der beiden Hauptakteure. Jörg Bode kam zur Saison 1988/89 aus der Jugend des VfL Osnabrück zu uns auf die Alm und erlebte sofort eine aufregende Saison in der man am letzten Spieltag in Rheine die Meisterschaft in der Oberliga Westfalen verspielte. Lachend wies Bode darauf hin, dass er bei diesem Spiel nicht dabei gewesen war. Ob das der alleinige Grund für die Niederlage war, ist bis heute ein Mysterium. Nach seiner Zeit in Bielefeld blieb er zumindest unseren Farben treu und wechselte zum Hamburger SV, wo es ihn für fünf Jahre hielt, bis es ihn wieder zurück nach Ostwestfalen zog. Eine schöne und teilweise erfolgreiche Zeit später kam 2002 der Wechsel zum FC Augsburg und schließlich nach Verl. So ganz ließ ihn seine Heimat eben nie los. Als er über seinen Wechsel nach Verl sprach, kam es zum ersten großen Lacher des Abends, denn trotz einer Bundesliga-Karriere bestand der SC auf ein Probetraining, was Bode damals mit einem „Wollt ihr mich verarschen?“ beantwortete. Doch die spannendsten Geschichten des Abends hatte er aus den Zeiten bei Arminia und dem HSV zu erzählen.

Jockel sorgte bereits für einige Lacher, da war Gollo noch gar nicht warm. Doch dieser begann den Abend bereits mit den richtigen Worten, um den lockeren Ton zu setzen: „Ach, wir haben doch beide einen an der Waffel.“ Anders als beim letzten Mal lag der Fokus heute auf Golombeks Karriere als Trainer. Zeiten voller Höhen und Tiefen, denn in diesem Kapitel des Abends wurde die Stimmung zeitweise nachdenklicher. Besonders im Kopf bleibt seine Erzählung zu seiner bis dato letzten Station als Trainer. Gollo berichtete von Sponsoren, die sich, in Golombeks Augen, zu sehr einmischten, um persönliche Interessen umsetzen zu lassen und die schlussendlich sogar bei Gollos Entlassung eine Rolle gespielt haben sollen. Dort habe er festgestellt, wie viel Politik im Fußball steckt, was ihm sehr weh tat und ihm die Lust am Fußball nahm. Aber der Blick geht nach vor: „Vielleicht mach’ ich doch nochmal was.“ Eine tolle Aussage, die die Stimmung wieder lockerte, denn darauf folgte ein weiteres Highlight des Abends: Die Geschichte wie Hape Kerkeling ihn und seine Grazer Mannschaftskollegen auf den Arm nahm, um einen Beitrag für „Darüber lacht die Welt“ zu produzieren. Dies zeigte fantastisch die Macht, die ein Trainer hat und die Bereitschaft von Mannschaft und Presse, sich den Maßnahmen, egal wie hanebüchen sie sein mögen, unterzuordnen. Nach zehn leidenschaftlich vorgetragenen Minuten kam Jockel zu Wort und rundete die Geschichte mit einem „Da wäre ich gerne bei gewesen“ ab. Neben den fußballpolitischen Aspekten wurde Andreas Golombek allerdings nochmals ernst, als er an die Bodenständigkeit der Spieler heute appellierte: „Du bist ein besonderer Fußballer, aber kein besonderer Mensch.“ Ein schönes und sehr treffendes Zitat, das man so auf ein T-Shirt drucken könnte und das den Raum zum Nachdenken anregte.

Über weite Strecken des Abends wurde allerdings herzlich gelacht. Jörg Bode lag zwischenzeitlich sogar auf dem Boden, um eine Geschichte noch besser zu verdeutlichen. Lautes Lachen war der Dank des Publikums für diesen Einsatz. Egal ob Trainingslager auf Militärgeländen, dazugehörige Bekanntschaften mit dem dortigen Militär oder Übernachtungen in Eisköniginnen-Bettwäsche, es kam eine lustige Geschichte nach der nächsten. Kein Wunder also, dass der Abend länger ging als vorgesehen.

Gegen Ende des Abends schafften es die beiden, den Raum in ein Feuerwerk aus Zwischenrufen und Gelächter zu verwandeln, denn es wurde eine Großzahl der ehemaligen Trainer humorvoll aufs Korn genommen. Stadionbau ohne Genehmigung, die morgendliche Frage „Bode, heute schon geschissen?“, eine 8er-Kette, fragwürdig verpflichtete Spieler. Eine Anekdote jagte die nächste. Zum Abschluss erzählte Jörg Bode sogar eine besonders lustige Geschichte, die allerdings im MAFA bleiben sollte. Ein besonderer Leckerbissen, den nur die Menschen vor Ort teilen und erleben durften.

So bleibt ein Abend, an den sich alle Anwesenden lange erinnern werden. Es wurde viel gelacht, aber auch ernste Töne angeschlagen, doch Andreas Golombek beendete den Abend mit den richtigen Worten: „Der Fußball ist schön.“

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